Das Wichtigste in Kürze
- Eine gute Chor-App verbindet Organisation (Mitglieder, Termine, Kommunikation) mit dem Musikalischen (Noten, Teach Tapes).
- Entscheidend ist, dass alle Altersgruppen sie bedienen können, am besten im Browser ohne Installation.
- Prüfe Datenschutz konkret: Serverstandort, Vertrag zur Auftragsverarbeitung, keine Tracker.
- Ein fairer Preis richtet sich nach der Chorgröße und schließt keine Funktionen aus.
Was eine Chorverwaltung leisten sollte
In fast jedem Chor fallen dieselben Aufgaben an. Eine Chor-App sollte sie an einem Ort bündeln:
- Mitglieder und Stimmgruppen: Wer singt welche Stimme, wer ist neu, wer hat welche Rolle?
- Termine und Anwesenheit: Proben, Konzerte, Auftritte, mit Zu- und Absagen.
- Noten und Übe-Material: Notenblätter und Teach Tapes je Stück und Stimme.
- Kommunikation: Ankündigungen an alle, Abstimmungen und Umfragen.
Mitgliedsbeiträge, Spendenquittungen und Vereinsbuchhaltung erledigen viele Chöre zusätzlich in einer klassischen Vereinssoftware oder mit der Kassenwartin. Das ist sinnvoll, denn Buchhaltung folgt eigenen steuerlichen Regeln.
Checkliste: 12 Kriterien für eine gute Chor-App
- 1Einfache Bedienung für alle Generationen. Die 16-jährige Sopranistin und der 80-jährige Bass müssen ohne Schulung zurechtkommen. Gut: große Schrift einstellbar, klare Wege.
- 2Läuft im Browser, ohne App-Store. Niemand muss etwas installieren, und es funktioniert auf jedem Handy, Tablet und Computer.
- 3Stimmgruppen sind eingebaut. Sopran, Alt, Tenor, Bass und Unterteilungen wie Sopran 1 und 2 sind keine Zusatzfelder, sondern bestimmen, wer welche Noten und Aufnahmen sieht.
- 4Noten je Stück und Stimme. Partitur, Stimmauszüge und Klavierauszug sauber getrennt, mit Suche und Ordnern.
- 5Übe-Material direkt beim Stück. Teach Tapes zum Anhören und Spulen, neben dem Notenblatt.
- 6Zu- und Absagen mit Überblick. Die Chorleitung sieht pro Termin, welche Stimme wie besetzt ist.
- 7Kalender-Export. Termine lassen sich in den eigenen Handy-Kalender übernehmen (.ics).
- 8Benachrichtigungen per E-Mail. Auch wer die App selten öffnet, verpasst nichts Wichtiges.
- 9Rollen und Rechte. Chorleitung, Stimmführung, Vorstand und Mitglieder dürfen unterschiedlich viel.
- 10Datenschutz, der sich prüfen lässt. Server in der EU, besser in Deutschland, ein Vertrag zur Auftragsverarbeitung und keine Werbe-Tracker. Mehr dazu im Artikel DSGVO im Chor.
- 11Transparenter Preis. Ein Preis nach Chorgröße, ohne versteckte Kosten und ohne abgespeckte Einstiegspakete.
- 12Daten-Export und faire Kündigung. Ihr könnt eure Daten mitnehmen und jederzeit zum Ende des Abrechnungszeitraums kündigen.
Vereinssoftware oder spezialisierte Chor-App?
| Allgemeine Vereinssoftware | Spezialisierte Chor-App | |
|---|---|---|
| Mitglieder und Beiträge | Stark, oft mit Buchhaltung | Mitglieder und Stimmgruppen, Beiträge meist extern |
| Stimmgruppen | Als freies Zusatzfeld | Eingebaut, steuert Noten und Aufnahmen |
| Noten und Teach Tapes | Meist nur Dateiablage | Je Stück und Stimme, mit Übe-Ansicht |
| Proben und Konzerte | Allgemeiner Terminkalender | Probenplanung mit Zu- und Absagen je Stimme |
| Für Sänger·innen gedacht | Eher für den Vorstand | Für Chorleitung und alle Mitglieder |
Für Chöre, die vor allem gemeinsam proben und auftreten, ist eine spezialisierte Chor-App meist die bessere Wahl. Große Chorvereine mit komplexer Buchhaltung kombinieren oft beides.
Eine Chor-App im Chor einführen
- 1Vorstand und Chorleitung abholen. Zeigt in fünf Minuten, welches Problem die App löst, zum Beispiel „nie wieder Noten per Mail suchen“.
- 2Mit einem Stück starten. Ladet für das nächste Konzertstück Noten und Teach Tapes hoch. Das überzeugt mehr als jede Erklärung.
- 3Alle einladen. Mitglieder per E-Mail einladen und in der Probe kurz zeigen, wie man sich anmeldet. Wer Hilfe braucht, bekommt sie direkt vor Ort.
- 4Alte Kanäle schließen. Nach einer Übergangszeit kommen Termine und Noten nur noch über die App. Sonst bleibt alles doppelt.
Wie Kommunikation ohne Messenger-Chaos aussieht, beschreibt der Artikel Chor organisieren ohne Messenger-Chaos.
Wie Canta diese Kriterien erfüllt
Canta ist eine Chor-App aus Bremen. Sie läuft im Browser auf allen Geräten, kennt Stimmgruppen, Rollen und mehrere Chöre pro Account und verbindet Notenarchiv, eigene Teach Tapes, Probenplanung, Ankündigungen, Abstimmungen und Umfragen. Die Daten liegen auf einem Server in Deutschland, es gibt einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung und keine externen Tracker.
Jedes Paket enthält alle Funktionen, der Preis richtet sich nur nach der Mitgliederzahl: von 15 € im Monat bis 10 Mitglieder bis 45 € bis 100 Mitglieder. Details stehen auf der Seite Pakete & Preise.
Häufige Fragen
Was kostet eine Chorverwaltungs-Software?
Das hängt vom Anbieter und von der Chorgröße ab. Bei Canta kostet ein Chor bis 30 Mitglieder 25 € im Monat, alle Funktionen inklusive.
Brauchen alle Mitglieder ein Smartphone?
Nein. Eine gute Chor-App läuft im Browser auf jedem Gerät, auch auf dem Computer. Wichtige Infos sollten zusätzlich per E-Mail kommen.
Ist eine Chor-App DSGVO-konform?
Das musst du je Anbieter prüfen: Serverstandort in der EU, ein Vertrag zur Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO und der Verzicht auf Werbe-Tracker sind die wichtigsten Punkte.
Noten, eigene Teach Tapes und Proben an einem Ort
Canta ist die Chor-App für Notenarchiv, Üben und Probenplanung. Server in Deutschland, ohne Tracker, ab 15 € im Monat.
